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Verkehrssicherheit steht ganz oben auf der Agenda
SPD-Kreistagsfraktion regt integriertes Handlungskonzept an

24.05.2018
Kreis Unna.

„Niemand sollte im Straßenverkehr im Kreis Unna sterben oder verletzt werden“, bringt Norbert Enters für die SPD-Kreistagsfraktion das Ziel auf den Punkt. Ein wichtiger Beitrag und Baustein, um das Ziel zu erreichen, ist nach Auffassung der Sozialdemokraten die Erstellung eines integrierten Verkehrssicherheitskonzepts für den gesamten Kreis. 

Wir haben uns die Frage gestellt, was Politik tun kann, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer weiter zu verbessern, berichtet Norbert Enters. In einer ersten Recherche, so Enters weiter, konnten wir feststellen, dass viele einzelne Komponenten dazu beitragen, ob sich im Verkehr die Menschen sicher oder unsicher fühlen, oder es zu Unfällen kommt. Eine Rolle spielen zum Beispiel der Zustand der Straßen und die Übersichtlichkeit des gesamten Verkehrsraumes, aber auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

Sind Querungshilfen für Fußgänger vorhanden, haben Radfahrer ausreichend Platz? Wird die vorgeschriebene Höchtsgeschwindigkeit eingehalten und auch überwacht? Norbert Enters weiß, es bestehen bei den Menschen, die sich im Verkehr bewegen, große Unterschiede. „Wenn wir uns als Kreis auf den Weg machen, ein integriertes Verkehrssicherheitskonzept zu diskutieren, werden wir auch rasch merken, wie unterschiedlich die Zuständigkeiten sind und wie viele Akteure sich um das Thema bemühen.“ Natürlich an erster Stelle die Städte und Gemeinden im Kreis, der Kreis selbst und Straßen NRW als Baulastträger  für unsere Straßen. Die SPD-Fraktion regt aber an, den Kreis derjenigen, die einen Beitrag für Verkehrssicherkeit leisten können, möglichst weit zu ziehen. Kreispolizei, Unfallkommission, Verkehrswacht, ADAC und ADFC, Schulen und Kindergärten gehören auf jeden Fall dazu. Über das Zusammenwirken aller Akteure wollen die Sozialdemokraten eine nachhaltige Wirkung erzielen: weniger Verletzte und keine Toten im Straßenverkehr.

Eine erste Beratung des Vorschlages soll im zuständigen Fachausschuss des Kreises erfolgen. Uwe Zühlke, SPD-Sprecher im Ausschuss, sieht gute Chancen, dass auch andere Fraktionen sich dem Ansinnen anschließen werden.

Die Kreistagsfraktion unterstützt ausdrücklich das Anliegen aus der Unnaer SPD-Ratsfraktion, sich mit der Frage an das Land zu wenden, wie verhindert werden kann, dass es immer wieder zu schweren Unfällen auf den Autobahnen im Kreisgebiet kommt. Ralph Bürger, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion sieht hier vor allem Handlungsbedarf angesichts bevorstehender Großbaustellen, zum Beispiel rund um das BAB-Kreuz Dortmund/Unna-Ost und um das Westhofener Kreuz,. Auch der Ausbau der BAB 44 steht bekanntlich an. Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke steht hinter dem Anliegen und stellte dazu eine kleine Anfrage an die Landesregierung.

Der Hellweger Anzeiger berichtet: